Eine Bemerkung vorweg: Diesen Artikel schreibe ich mit einem Smartphone, während ich am Spielfeldrand sitze. Hier wird gleich ein Freundschaftsspiel zwischen der Damenlacrosse Nationalmannschaft Deutschland und der regionalen Damenmannschaft von München stattfinden. Obwohl dies ein Länderspiel ist, bin ich der einzige Zuschauer und ich kann mich nicht mal für eine Seite entscheiden.
Zunächst stelle ich verschiedene Beobachtungen fest:
Das Regionale Team hat ein sparsames Aufwärmprogramm, die nationalen haben jedoch grundsätzliche Probleme mit den Trikotnummer. Zum Beispiel sehe ich mehrfach die 13. Das bringt dann öffentlich Pech fürs Spiel!
Die heimischen Damen wärmen sich derzeit mit Passübungen auf, unsere Nationalmannschaft macht derweilen komische Dehnübungen, die mir noch nicht schlüsslig erscheinen.
Dank der sonnenscheuen Damen musste ich jetzt meinen Schattenplatz räumen. Warum sprechen die eigentlich alle Englisch?
Da findet sich auch fix der Ursprung des Spiels: Das Spiel stammt von den Indianern der Ostküste und der Großen Seen, auf den Gebieten des heutigen Kanada und der USA. Sie nannten es Baggataway oder auch Tewaraathon („kleiner Bruder des Krieges“) und weihten es dem Kriegsgott. Nicht selten endeten diese Spiele, die zur Vorbereitung auf Kriege mit anderen Stämmen gespielt wurden, tödlich. Die Spiele wurden zum Teil mit mehr als 100 Spielern ausgetragen, und als Tor galt oft ein Stein oder ein Baum.
Bei den Herren besteht eine Mannschaft aus 10 Spielern, bei den Damen aus 11. Ich hoffe, dass es heute keine Verletzten oder gar Tote gibt. Für welchen Krieg soll hier auch trainiert werden
Bevor das Spiel gleich losgeht und ich meinen Jubelauftrag erfüllen muss, findet hier die Schlägerkontrolle statt. Lacrosse wird nunmal mit Schlägern und ziemlich harten Bällen gespielt. Die Schläger lassen sich verschieden binden und ermöglichen ein unterschiedliches Handling! Ganz verstanden habe ich die Knottechniken noch nicht! Hier ein paar Windungen und da dürfen keine oder nur eine bestimmte Anzahl sein.
Ein paar letzte Worte bevor es losgeht: Das Regionale Team sieht weitaus professioneller aus als das Nationale.